Vom Handwerker über die Physik zum (Hypno-)  SYSTEmischen Coaching und ZRM®-Trainer (Züricher Ressourcen Modell)

 

Stationen meines Werdens 

Zertifikate

 

  • PSI 360° - Erstreaktion und persönliche Stile
  • PSI meets Hypnosystemik
  • ZRM®-Aufbaukurse seit 2018
  • PSI-Kompetenz- und Entwicklungsberatung 
  • Persönlichkeits-System-Interaktion-Theorie (PSI-Theorie
  • ZRM®-Trainer, Zertifizierung in 2017
  • Hakomi,  Scola Bildungsakademie, Waldenburg, 2016
  • Szenisches HakomiScola Bildungsakademie, Waldenburg, 2016
  • Fortbildungen und Arbeiten in Anlehnung an das Züricher Ressourcen Modell «ZRM®» zum Selbstmanagement, seit 2015
  • Hypnose Ausbildung bei TherMedius®-Institut, Darmstadt, 2015
  • Gründungsmitglied der Akademie des Werdens, Saarbrücken und Frankfurt am Main
  • Systemische Körpertherapie, In-Body-Mind®,  Scola Bildungsakademie, Waldenburg, 2015-2016
  • Hypnosystemische Ausbildung bei Dr. Gunther Schmidt, Milton-Ericsson-Institut, Heidelberg, 2013-2015
  • Systemische Beratung, systemisches Coaching zunächst nebenberuflich
  • Moderatorenausbildung nach der 4D-Problemlösungsmethode, 2007
  • Entwicklung zur Führungskraft, Team- und Projektleitung, 2004-2014
  • 15 Jahre Erfahrung im IT-Bereich, Rechenzentrumsbetrieb, 2000-2014
  • Leitung von Jugendseminaren im gewerkschaftlichen Kontext (heute Ver.di) 
  • Hochbegabtenförderung durch die Hans-Böckler-Stiftung 
  • Studium der Physik mit Schwerpunkt Theoretische Physik, Universität des Saarlandes
  • Studium Elektrotechnik (FH) mit Schwerpunkt Nachrichtentechnik, HTW Saar
  • Fachoberschule nebenberuflich in Abendform
  • Beschäftigung bei der Telekom
  • Handwerkliche Berufsausbildung (Fernmeldehandwerker)

 

IT-Experte trifft Mensch

 

Nachdem ich meinen sicheren und gut bezahlten Job in einem Versicherungskonzern aufgegeben hatte, um freiberuflich als Trainer und Coach zu arbeiten, haben mich viele meiner Bekannten und Freunde gefragt: "Warum tust du das?"; "Warum gibst du einen gut bezahlten und sicheren Job auf?"

Wie so vieles im Leben ist die Antwort darauf einerseits einfach, andererseits kompliziert: 

Ich habe mich 15 Jahre lang um den Betrieb von Rechenzentren gekümmert, wie beispielsweise Team- und Projektleitung für unterschiedlichste Themen des Betriebes von Data-Centern, von Datenmanagement über Fileservices, Storage, Linux, Archivierung, Backup bis zu Business Continuity, um auch den RZ-Betrieb in einem Katastrophenfall sicher zu stellen. Vielfach lag der Fokus bei dieser Arbeit auf dem Problem oder Fehler. Auch wenn die IT-Infrastruktur sehr komplex ist, so handelt es sich um linear kausale Zusammenhänge; so funktionieren Computer nun mal. Ein Fehler, beispielsweise in der Programmierung, verursacht eine Störung. Der Zusammenhang ist direkt kausal und reproduzierbar. Gerade im IT-Bereich ist daher die Gefahr recht groß, diese Art und Weise des Denkens auf die Menschen zu übertragen. Aber glücklicherweise "funktionieren" die Menschen nicht so. Die Zusammenhänge unseres Denkens und Handelns sind sehr viel komplexer, nicht linear kausal und über 90% davon geschieht völlig unbewusst. Komplexe, zum Großteil unbewusste Emotionen, Gefühle und Verhaltensweisen steuern uns selbst und somit auch Teams, Projekte und Organisationen.

Dieses finde ich als Physiker besonders spannend und fesselnd und hat mich nicht mehr los gelassen. Die Art und Weise, wie wir unsere Umwelt wahrnehmen, das was wir Wirklichkeit oder Wahrheit nennen, ist auch aus physikalischer Sicht nicht eindeutig. Dies sagt die Quantenphysik voraus (diese sehr gut funktionierende Theorie ist seit über 100 Jahren im Kern unverstanden) und lässt vermuten, dass unsere Erwartungen vielleicht sogar die Wirklichkeit erzeugt, diese aber auf jeden Fall beeinflusst. Jeder hat seine eigene Wirklichkeit und Wahrheit! Was modernen Theorien in der Psychologie, wie beispielsweise der Konstruktivismus oder die Hypnosystemik, voll und ganz entspricht. 

Sogenannte Probleme von Fach- und Führungskräften, Teams und Projekten sind Lösungsversuche im Spannungsfeld "Mensch-Organisation-Maschine-Methode", die nicht zum gewünschten Ergebnis führen. Die Würdigung dieser Lösungsversuche ist der erste Schritt zu etwas Neuem. Ich bin immer wieder überrascht, wie schnell und effektiv die Menschen doch zu einer neuen Lösung kommen, wenn sie dazu eingeladen werden, die Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Beispielsweise den Fokus vom Problem weg zu richten und sich zunächst einmal anzuschauen was gut funktioniert, um dies vielleicht auf Gebiete zu übertragen, die nicht so gut laufen. Generell fällt uns der Blick auf das Positive schwerer als der Blick auf den Fehler. Dies ist unser evolutionäres Erbe. In der Wildnis war es wichtig, den "Fehler" (beispielsweise Tiger von links) schnell zu erkennen und  entsprechend zu handeln. Daher hat unser Gehirn den sogenannten Fehler-Zoom, der schnell und unbewusst nach Gefahren scannt und entsprechend handelt, was aber vielfach in der modernen Welt nicht mehr notwendig erscheint. 

So wie es mir in Trainings und in der Beratung, sei es im Einzel- oder im Gruppensetting, um den Prozess und die Entwicklung meiner Kunden geht, so geht es mir auch um meine eigene Entwicklung. Für mich ist die Herausforderung dieses immer wieder Neuen besonders attraktiv und spannend.